Wissenschaftliches

2015: Auswirkung personalisierter Produktempfehlungsverfahren auf  Kundenverhalten und –zufriedenheit innerhalb des Online-Lebensmitteleinzelhandels

Der internetbasierte Lebensmitteleinzelhandel ist ein bedeutender Wachstumsmarkt geworden. Die Online-/Offline-Transformation dieser Branche bringt jedoch zahlreiche Herausforderungen mit sich – vor allem dann, wenn ein großes Sortiment auf einem kleinen Endgerät zur Verfügung gestellt werden soll. Ich knüpfte an dieser Stelle an und zeige, dass mittels personalisierter Produktempfehlungen der kognitive Suchaufwand reduziert und damit die wahrgenommene Usability und Kundenzufriedenheit gesteigert werden kann. Ebenso können Tendenzen festgestellt werden, die für eine Unterstützung von Impulskäufen sprechen und damit potentiell den Umsatz steigern. Diese Arbeit weist den mehrwertstiftenden Einsatz personalisierter Produktempfehlungen im Bereich der Lebensmittel nach und ist somit von hoher Relevanz für Online-Händler in diesem Markt.

Die Beweisführung erfolgte durch eine 4-wöchige Studie mit 240 Teilnehmern. Diese führten mehrere fiktive Einkäufe über einen mobilen Lebensmittelwebshop mit 1800 Produkten durch. Die Auswertung der psychologischen Faktoren und des Nutzerverhaltens erfolgte auf Basis von Intergruppenvergleichen als auch auf Basis von gruppenübergreifenden Regressionen.

Die vollständige Arbeit (ISBN-13: 978-1511972055) mit allen Ergebnissen und Vorgehensweisen kann gern über Amazon erworben werden.

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2011: Entwicklung eines Wissensmodells für langfristige Softwareentwicklungs- und Wartungsprojekte

Was ist Wissen und welche Rolle spielt es in der heutigen Unternehmenswelt? 

Wie  lässt  es  sich  greifen,  untereinander  transportieren  oder  sogar verbessern?

Diese Fragen sind nicht nur für diese Arbeit von essenzieller Bedeutung, sondern ebenso für zahlreiche Institutionen und Entwicklungen. Eine Suche über Google Deutschland, der derzeit größte Datendrehscheibe im Internet, findet im Oktober 2010 über 38 Millionen Einträge zu diesem Thema. Vergleichsweise werden zum Thema Gewinnsteigerung gleich viele Ergebnisse geliefert, die Begriffe Produktion und Versicherung kommen hingegen nicht einmal auf die Hälfte der Treffer. Es liegt dementsprechend die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um ein überaus vielseitiges Thema handelt, das eine Vielzahl von Interessengruppen bedient, einen ebenso hohen Aktualitäts- und Komplexitätsgrad hat sowie einen scheinbar permanenten Handlungsbedarf mit sich bringt.

Ich widmete mich aus genau diesem Grund dem Thema Wissen und konnte konkret auf dessen Abbildungsmöglichkeiten im Bereich der Softwareentwicklungs- und Wartungsprojekte eingehen. Als Referenz werde Softwareprojekte der Polizei herangezogen. Die Bedeutung des Themas geht dabei jedoch deutlich darüber hinaus. Es erstreckt sich im Rahmen von langfristig andauernden Projekten bis in die Bereiche der strategischen Unternehmensführung, der Kostenfaktoren sowie der Publicity, wie der folgende Bericht über den Neustart des Polizei-Informationssystem INPOL-Neu verdeutlicht:

„Das geplante neue bundesweite Fahndungssystem der Polizei (Inpol-neu) droht zu einer teuren Fehlinvestition zu werden. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schätzt am heutigen Dienstag den Schaden auf mehr als 100 Millionen Mark. Der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg forderte einen völligen Neuanfang für das seit 1992 geplante Projekt. Inpol-neu soll die verschiedenen Fahndungssysteme der Länder und des Bundes vernetzen.“ .. „Bund und Länder hatten das System mit ihren Anforderungen zu einer nicht mehr handhabbaren, extremen Komplexität aufgebläht.“ .. „Das System sei zu komplex, die Geschwindigkeit lasse zu wünschen übrig. Die Berater empfehlen das Projekt zu beerdigen.“

Die Komplexität der Software, die in zehn Jahren Entwicklungszeit heranwuchs, schien sich zu einem nicht mehr handhabbaren System zu formen, das letztlich im ersten Anlauf 2001 nach 10 Minuten Produktiveinsatz zusammenbrach. Für die Polizei und dem Auftragnehmer Debis bedeutete dies eine teure Projektsanierung unter Federführung der KPMG, was vorerst unter Eliminierung der komplexesten Module zu einem zweiten Produktivsetzungsanlauf im Jahr 2003 führte.

An diesem Beispiel werden die Ausmaße von mangelhaftem Projekt- aber auch Wissensmanagement ersichtlich, was sich letztendlich am Erfolg der einzelnen Softwareprodukte widerspiegelt. Das Beispiel zeigt zudem, welche Gefahren für die verschiedenen Softwarehäuser bestehen und welche Potentiale zu nutzen sind.

Meine Arbeit beschäftigte sich in diesem Sinne mit dem Thema Wissen, dessen Bedeutung und der Entwicklung eines Wissensmodelles im Rahmen eines Softwareentwicklungs- und Wartungsprojektes der Polizei.

Um ein Projekt größerer Dimensionen erfolgreich durchzuführen, ist es zwangsläufig erforderlich das projektspezifische Wissen, das bei dieser intellektuellen Arbeit entsteht, langfristig zu sichern sowie möglichst verlustarm auf weitere Projektmitglieder zu übertragen. Dies kompensiert Mitarbeiterfluktuation sowie natürliche Gedächtnisschwächen und verkürzt Einarbeitungsphasen. Die Wahl der Dokumentationsformen bedingt zudem deren Nutzung, da diese idealerweise einen hohen Konsistenzgrad bei geringem Pflegeaufwand mitbringen sollte. Es gilt also nicht nur eine optimale Nutzung der genannten Artefakte zu gewährleisten, sondern ebenso interpersonellen Wissensaustausch von nicht greifbaren Informationen – dem impliziten Wissen – zu ermöglichen. Zudem ist das Auffinden von Informationen zu einer wahren Herausforderung geworden, da die Suche nach spezifischen Auskünften mit einer zunehmenden Anzahl irrelevanter Informationen einen permanenten aber zu vermeidenden Mehraufwand bedeutet. Unter Beachtung dieser Punkte kann der Erfolg eines über Jahre andauernden Projektes sichergestellt werden.

Andernfalls können mit zunehmender Komplexität zahlreiche Fehlentwicklungen, Doppel- und Mehrarbeiten beobachtet werden, was sich letztendlich nicht nur auf die direkten Projektkosten, sondern auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg auswirken kann.

– Weitere Informationen zur Arbeit können aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden. –

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